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Washington :: Hauptstadt

.-^-.

  Kinder haben auch im Sommer Hunger

Schulen füttern Kinder. Das ist schon lange so. Die Washington Post berichtet, dass einige Schulen im ziemlich wohlhabenden Raum Washington auch im Sommer ihre Türen offen halten. Dabei geht es nicht unbedingt ums Lernen.

Im Bericht Program provides free breakfast over the summer vom 17. Juli 2010 geht es um den Hunger. An manchen Orten wohnen soviele hungernde Kinder, dass die Schulen sie in den langen Monaten der Sommerferien versorgen.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Samstag, 12.07.50 Uhr, 17. Juli 2010 | Permalink
  Aus dem Oval Office

Barack Obama meldet sich aus dem Oval Office. Zum ersten Mal spricht er sein Volk von seinem Schreibtisch aus an.

Die Lage ist heikel. Er hat viele Zweifler. Wird er den Golf reinigen können und BP in die Knie zwingen? Oder werden die Ölgesellschaften ihm das politische Genick brechen?

Für ihn ist nahezu tragisch, dass der Präsident sich höchstpersönlich an jedem Krisenort zeigen muss. Am Golf von Mexiko kann er persönlich nichts ausrichten. In Washington wird er hingegen gebraucht. Daher muss man begrüßen, dass er sich aus seinem Büro im Weißen Haus meldet.

Vielleicht begreift dann das Volk, dass Obama hier in Washington mehr zustande bringen kann als auf Reisen zu Krisenherden.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Dienstag, 19.14.00 Uhr, 15. Juni 2010 | Permalink
  Rennen, dann Regen

Am Morgen wird die Hauptstadt vom Rennen zugunsten einer Krebsstiftung geprägt. Rennen gibt es viele in Washington. 5 km, 10 Meilen, Marathon. Das Krebsrennen zählt zu den bekanntesten, weil es von monatelanger Werbung begleitet ist. Zahlreiche Strecken um die National Mall sind am Morgen gesperrt.

Der Rest des Tages soll von Gewittern geprägt werden. Die Woche war heiß und schwül, fast hochsommerlich. Passend dazu veröffentlicht die Washington Post Empfehlungen für Stromgeneratoren.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Samstag, 07.54.35 Uhr, 5. Juni 2010 | Permalink
  Donnergrollen am Feiertag

Das erste lange Feiertagswochenende seit dem 1. Januar bricht an. Die Gedenktage des Frühlings sind meist keine bundesweiten Feiertage, und viele Betriebe nehmen sie nicht wahr. Beim Memorial Day ist das anders. Man gedenkt der Kriegsopfer, und wie am 4. Juli ist das Land geschlossen.

Mit Gewittergrollen meldet sich das Wochenende an. Donnerndes Grollen von zehntausenden Motorrädern zieht aus dem ganzen Land in der Hauptstadt ein. Die Fahrer gehören den Veteranenvereinen an, die an Tote, Versehrte und Vermisste erinneren.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Freitag, 22.07.14 Uhr, 28. Mai 2010 | Permalink
  Die Stadt im Chaos

Fußgänger trifft die Kernkraftsicherheitskonferenz genau so wie Radfahrer, Buspasssagiere, Autofahrer oder U-Bahnkunden. Um das Konferenzzentrum ist die Stadt gesperrt. Bis Mittwoch gelten diese Vorschriften, schreibt die Polizei von Washington:

Restrictions For NSS In Effect
Parking restrictions for the 2010 Nuclear Security Summit are now in effect until 12 noon on Wednesday 4/14. Street closings will take place by 10PM tonight, and will be in effect until Tuesday 4/13 at 8PM.  Intermittent road closures in other areas of D. C. should also be expected through Wednesday. Mount Vernon Square Metro Station will be closed from midnight tonight until Wednesday A. M. 
A map of street closings and parking restrictions can be found at http://bit.ly/cowMid
A full list can be found at http://bit.ly/bQrXwc
Quelle: alert.ema.dc.gov
  Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Sonntag, 20.09.39 Uhr, 11. Apr 2010 | Permalink
  Virginia feiert Aufstand

Den Grund für den Bürgerkrieg in den USA unterschlug der neue Gouverneur von Virginia, als er den Geschichtsmonats des Aufstands als Confederate History Month ausrief. Den Kriegsanlass bot die Sklavereipolitik der Südstaaten.

An den Anlass möchte niemand auf feierliche Art erinnert werden. Wenn man versuchen würde, die deutschen Wehrmachtssoldaten des zweiten Weltkriegs von Hitlers Unterdrückungs- und Vernichtungspolitik, der SA, Gestapo und SS zu differenzieren und die bewusste Vernichtung von Millionen unterschlagen würde, geht das aus gutem Grund nicht.

Dieselben Gedanken schlagen auf den Gouverneur zurück. Dem Hakenkreuz der Nazis steht in Virginia die Confederate Flag mit den gekreuzten Sternen gegenüber. Man kann sie nicht feiern.

Selbst wenn man auf einzelne gute Personen verweisen kann, die auf der bösen Seite selbst Opfer wurden, kann auch eine nur geschichtliche Betrachtung den völlig falschen Eindruck hervorrufen, nämlich den ihrer Glorifizierung.

Das ist dem Gouverneur trefflich gelungen. Heute erwähnte er entschuldigend den historischen Anlass, die Sklavenkultur seines Staates.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Mittwoch, 18.03.48 Uhr, 7. Apr 2010 | Permalink
  Gratis: 100.000 Stunden; Belohnung: Obama-Rede

George Washington University wird mit einer Rede von Frau Obama belohnt. Die Universität leistete 100.000 Freiwilligenarbeit und erfüllte damit eine Bedingung der First Lady, die sich bereit erklärt hatte, vor den Absolventen im Mai die Festrede zu halten.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Montag, 16.26.11 Uhr, 5. Apr 2010 | Permalink
  Feuerwerk in Osternacht

Im Fernsehen donnert Moses auf dreistündigem Weg von Ägypten ins Heilige Land, während Christen in Washington sich am Osterfeuer erwärmen. Dann hallt ein Donner durch die Hauptstadt. Eine halbe Stunde lang währt das Feuerwerk vom Kirschblütenfest und erschüttert Streets, Avenues und Boulevards, kreuz, quer und diagonal im Stadtbild von L'Enfant.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Samstag, 20.15.07 Uhr, 3. Apr 2010 | Permalink
  52 Grad vor Ostern

Mit 52 Grad beginnt der Tag, an dem Apple das iPad in die Läden stellt. Kalt, sagt der Nachbar. Kalt wohl, weil die letzten Tage so angenehm waren. Später soll es bis 85 Grad warm werden.

Überhitzt werden die Tagesthemen erörtert, von Afghanistan über Rom bis zum südöstlichen Stadtbezirk in Washington, wo der Frieden einer Enklave mit einem Vierfachmord zerschossen wurde.

Österliche Einsichten und Glauben werden die Zwietracht nicht entschärfen. Die deutschsprachigen kirchlichen Gemeinden in Washington stellen sich jedoch der Herausforderung mit ihren Ostergottesdiensten und dem Dienst an Vernachlässigten vor Ort und in der Ferne.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Samstag, 08.50.14 Uhr, 3. Apr 2010 | Permalink
  Kinder mit Schießeisen

Warm wird der Frühling. Die Zeit der Raube bricht an, warnt der Polizist vom Fahrrad. Achtet auf die 12- bis 15-Jährigen, sagt er. Sie haben nichts zu verlieren. Sie verstecken ihre Pistolen und zücken sie schnell und ohne Verständnis der Folgen. Meldet streunende Gruppen dem Notruf 911. Dafür fahren wir durch die Nachbarschaften. Oft erwischen wir sie mit Geraubtem, ergänzt er, und der Hinweis der Anwohner gibt den Ausschlag bei der Eindämmung der Kriminalität.

Vier Jugendliche wurden vorgestern im Vorbeifahren erschossen, viele sind verwundet. Washington ist weniger gefährlich als noch vor wenigen Jahren. Aber man muss mit allem rechnen.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Donnerstag, 16.40.47 Uhr, 1. Apr 2010 | Permalink
  Wunder auf der Autobahn

Dreizehn Pistolenschüsse kamen aus dem Jaguar, doch niemand wurde auf der I-95-Autobahn in Virginia verletzt.

Sein Fahrer regte sich über einen Laster auf, der aus der Auffahrt auf die Autobahn kam und den Jaguar zweimal rammte. Beide Fahrer wurden wegen Mordversuchs festgenommen. Die Staatsanwaltschaft verfolgt den Jaguarfahrer auch wegen eines Raketenangriffs.

Das Missile-Verbot in Virginia erfasst auch das Schleudern von Kaffeebechern, wie eine zu zwei Jahren Haft verurteilte Mutter vor einigen Jahr spürte.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Donnerstag, 10.27.41 Uhr, 25. Maerz 2010 | Permalink
  Historisch, dramatisch, ohne Weltuntergang

Die allgemeine Krankenversicherungspflicht liegt als dicker Band im Kongress. Gestern nacht entschied sich das Repräsentantenhaus dafür und ignorierte die Unkenrufe. Todesausschüsse hatte Sarah Palin aus Alaska angekündigt. Andere Republikaner sahen Strafen Gottes und fast den Weltuntergang in der Zukunft der Nation. Die Nation würde zerbrechen. Obama schwöre eine Diktatur herbei.

Heute morgen sah die Welt noch heil aus. Schwarze Wolken über der Hauptstadt brachten ein Gewitter, keinen Weltuntergang. Death Panels wurden nicht eingerichtet.

Doch die donnernden Drohungen hören nicht auf. Abgeordnete und Gouverneure schwören, die Krankenversicherungspflicht als verfassungswidrig an den Pranger zu schlagen. Demokratische Einsicht und Eintracht sind nicht zu verspüren.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Montag, 19.44.00 Uhr, 22. Maerz 2010 | Permalink
  Abschied der Gesetzgeber

Soeben verabschiedeten die Abgeordneten in Virginia den Haushalt, und dann verabschieden sie sich selbst bis zum Januar 2011. Die kurze Legislaturperdiode ist typisch für die Einzelstaaten der USA.

Manche Staaten benutzen das Einkammersystem. Andere, wie beispielsweise Virginia und Maryland, haben einen Senat und ein Abgeordnetenhaus. Ihre Amtsperioden werden jeweils einzelstaatlich festgelegt. Was in Virginia gilt, bedeutet nichts in Maryland.

Die Hauptstadt Washington im District of Columbia hat nur eine Kammer, das City Council. Sie ist kein Staat, obwohl sie mehr Einwohner als der Staat Wyoming hat, und besitzt deshalb auch kein Wahlrecht für den Kongress des US-Bundes, der jedoch ihre Gesetze blockieren darf. Das City Council tagt durchgehend.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Sonntag, 17.21.11 Uhr, 14. Maerz 2010 | Permalink
  Sorgen wegen Zensus

In dieser Woche treffen in allen Haushalten Washingtons die Zensusformulare ein. Eine Volks­zählung macht manche genauso besorgt wie die Frage beim Führerscheinerwerb nach dem Arbeitgeber. Was geht das den Staat an?

Die alle zehn Jahre stattfindende Umfrage will viel mehr wissen. Die Daten dürfen allerdings nicht mit anderen Behörden ausgetauscht werden, auch nicht nach dem Terrorabwehrgesetz Patriot Act.

Dennoch machen sich viele Empfänger der Formulare besondere Sorgen, beispielsweise Amerikaner arabischer Herkunft oder islamischer Orientierung, berichtet die Washington Post.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Dienstag, 19.39.39 Uhr, 9. Maerz 2010 | Permalink
  Die Krönung

Ist die Krönung Spott? Washington gewinnt den Wettbewerb der schneebelastetsten Ostküstenstadt im Rahmen der letzten zwei Winterstürme. Leisten kann sie sich den Sieg nicht, und umgehen kann sie damit auch nicht. Seit Freitagnachmittag ist der Bund geschlossen und nahezu alles andere auch. Die Gouverneure der Region sprechen vom Autofahren in einem Atemzug mit Lebensgefahr für Fahrer und Umgebung. Der Haushalt für Eis und Schnee, Salz und Bagger ist ausgeschöpft. Eigentlich hätte man schon vor dem letzten Sturm das Räumen einstellen müssen. Doch es kommt noch ein weiterer Sturm, diesmal aus Alberta, und da sollen die Straßen sauber sein.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Donnerstag, 20.26.02 Uhr, 11. Feb 2010 | Permalink

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