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Washington :: Hauptstadt

.-^-.

  Ein Hai im Potomac

Vom Meer durch die Chesapeake Bay bis zur Potomacmündung sind es einige Meilen. Die schaffte ein Bullenhai.

Ein Potomac-Fischer fing ihn. Dann brachte er ihn um, obwohl er nicht weiß, was er mit dem 2,40 Meter langen Rekordfisch anfängt.

Vielleicht kam der Fisch, um uns etwas zu lehren? Wie die Kanarienvögel in den Minen? Gelernt haben wir nichts, doch die Kühltruhe ist voll.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Donnerstag, 19.24.38 Uhr, 2. Sept 2010 | Permalink
  Evakuiert im Urlaub

Die letzten Urlaubstages des offiziellen Sommers stehen bevor. Der Hurrikan zwingt jedoch viele Urlauber zur Evakuierung. An den Outer Banks des Atlantiks ist es bereits so weit. Der Hurrikan wird als Monster bezeichnet. 600 Kilometer Durchmesser. Kategorie 4. Das will etwas heißen. Washington soll jedoch nicht einmal etwas Regen erleben. Hier klingt der Sommer heiß aus.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Mittwoch, 17.30.08 Uhr, 1. Sept 2010 | Permalink
  Restaurants aus New York drängeln in die Hauptstadt

In New York City verdienen sie nicht genug, also melden sich Restaurants von dort in Washington an. Mieten sind niedriger. Für Umsatz sind reiche Kunden vorhanden. Fragt sich nur, ob diese auch genug Hunger haben. In Washington besteht nämlich kein Gaststättennotstand. Für jeden Geschmack, vom äthiopischen Schleimbrot bis zu gegrillten Grillen und Würmern, finden sich Anbieter in Washington. Hoffentlich verbraten diese New Yorker nicht die Gelder von ahnungslosen Investoren.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Montag, 18.10.31 Uhr, 23. Aug 2010 | Permalink
  Irak frei, oder so

Die Familien begrüßen mit Freude ihre überlebenden Kriegsheimkehrer. Dem Fernsehen erklären sie: This is America. We have to fight for our freedom!

Soweit das überzeugt klingt, fragt man sich, wer ihnen den Kopf verdreht hat. Das menschliche Leiden und Elend der Heimkehrer verbietet die Frage, ob Amerikas Freiheit durch den Irak je gefährdet war, und wie jemand so dumm sein konnte, Bush zu glauben.

Der glaubt ja seinen eigenen Erklärungen schon lange nicht mehr.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Donnerstag, 17.42.26 Uhr, 19. Aug 2010 | Permalink
  Mehr Bandbreite im Park

Ganz erregt ist ein einflussreicher Radioberichterstatter. Im Stadium des Baseball-Teams ist die Bandbreite für den drahtlosen Verkehr verdreifacht worden! Unverschämt. Können sich die Fans nicht für drei Stunden vom Telefon ab- und dem Spiel zuwenden? Schließlich kann der Besuch mit der Familie ein paar hundert Dollar kosten. Und überhaupt: Das amerikanischste Spiel wird untergraben!

Vermutlich hat er noch nie Twitter oder Facebook besucht und sich über Kurzberichte erfreut. 140 Zeichen können sehr informativ sein. Informativer als eine vergeudete Radiominute.

Wenn er einen Grund zur Aufregung sucht, soll er sich auf die Drogenheinis im Stadium konzentrieren, die sich für viel Geld als Sportler ausgeben und sich außerhalb des Stadiums nicht zu benehmen wissen.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Donnerstag, 17.26.16 Uhr, 19. Aug 2010 | Permalink
  Schulen gut trotz Armut, Fremdsprechen

Schüler aus armen Verhältnissen oder mit fremdsprachlichem Hintergrund haben den Ergebnissen der Schulen in den Bezirken Fairfax County und Montgomery County nicht geschadet. Etwa 40% sprechen daheim kein Englisch. Dennoch gehören die Schulen beider Kreise zu den glänzendsten der gesamten USA. Das liegt wohl auch daran, dass beide Kreise zu den reichsten des Landes zählen, was sich direkt auf die finanziellen Möglichkeiten der Schulbezirke und den engagierten Einsatz ihrer Lehrkäfte auswirkt. Beide Bezirke haben ihre Ergebnisse gegenüber dem schon sehr guten Vorjahr verbessert.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Samstag, 15.43.04 Uhr, 14. Aug 2010 | Permalink
  Ein neuer Rekord

Die Temperaturen im Juli waren enorm. Das stört wenig. Wichtiger ist die Luftfeuchtigkeit. Die haut Washington um.

Heute konzentriert man sich jedoch auf die Temperatur. Wird es über 85 Grad warm? Dann wird der Juli der wärmste, seit gemessen wird.

Der Tag beginnt mit kühlen 30 Grad Celsius. Dabei soll es bleiben - Rekord hin oder her. So frisch war es seit dem Anfang des Monats nicht mehr.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Samstag, 12.08.45 Uhr, 31. Juli 2010 | Permalink
  Kinder haben auch im Sommer Hunger

Schulen füttern Kinder. Das ist schon lange so. Die Washington Post berichtet, dass einige Schulen im ziemlich wohlhabenden Raum Washington auch im Sommer ihre Türen offen halten. Dabei geht es nicht unbedingt ums Lernen.

Im Bericht Program provides free breakfast over the summer vom 17. Juli 2010 geht es um den Hunger. An manchen Orten wohnen soviele hungernde Kinder, dass die Schulen sie in den langen Monaten der Sommerferien versorgen.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Samstag, 12.07.50 Uhr, 17. Juli 2010 | Permalink
  Aus dem Oval Office

Barack Obama meldet sich aus dem Oval Office. Zum ersten Mal spricht er sein Volk von seinem Schreibtisch aus an.

Die Lage ist heikel. Er hat viele Zweifler. Wird er den Golf reinigen können und BP in die Knie zwingen? Oder werden die Ölgesellschaften ihm das politische Genick brechen?

Für ihn ist nahezu tragisch, dass der Präsident sich höchstpersönlich an jedem Krisenort zeigen muss. Am Golf von Mexiko kann er persönlich nichts ausrichten. In Washington wird er hingegen gebraucht. Daher muss man begrüßen, dass er sich aus seinem Büro im Weißen Haus meldet.

Vielleicht begreift dann das Volk, dass Obama hier in Washington mehr zustande bringen kann als auf Reisen zu Krisenherden.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Dienstag, 19.14.00 Uhr, 15. Juni 2010 | Permalink
  Rennen, dann Regen

Am Morgen wird die Hauptstadt vom Rennen zugunsten einer Krebsstiftung geprägt. Rennen gibt es viele in Washington. 5 km, 10 Meilen, Marathon. Das Krebsrennen zählt zu den bekanntesten, weil es von monatelanger Werbung begleitet ist. Zahlreiche Strecken um die National Mall sind am Morgen gesperrt.

Der Rest des Tages soll von Gewittern geprägt werden. Die Woche war heiß und schwül, fast hochsommerlich. Passend dazu veröffentlicht die Washington Post Empfehlungen für Stromgeneratoren.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Samstag, 07.54.35 Uhr, 5. Juni 2010 | Permalink
  Donnergrollen am Feiertag

Das erste lange Feiertagswochenende seit dem 1. Januar bricht an. Die Gedenktage des Frühlings sind meist keine bundesweiten Feiertage, und viele Betriebe nehmen sie nicht wahr. Beim Memorial Day ist das anders. Man gedenkt der Kriegsopfer, und wie am 4. Juli ist das Land geschlossen.

Mit Gewittergrollen meldet sich das Wochenende an. Donnerndes Grollen von zehntausenden Motorrädern zieht aus dem ganzen Land in der Hauptstadt ein. Die Fahrer gehören den Veteranenvereinen an, die an Tote, Versehrte und Vermisste erinneren.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Freitag, 22.07.14 Uhr, 28. Mai 2010 | Permalink
  Die Stadt im Chaos

Fußgänger trifft die Kernkraftsicherheitskonferenz genau so wie Radfahrer, Buspasssagiere, Autofahrer oder U-Bahnkunden. Um das Konferenzzentrum ist die Stadt gesperrt. Bis Mittwoch gelten diese Vorschriften, schreibt die Polizei von Washington:

Restrictions For NSS In Effect
Parking restrictions for the 2010 Nuclear Security Summit are now in effect until 12 noon on Wednesday 4/14. Street closings will take place by 10PM tonight, and will be in effect until Tuesday 4/13 at 8PM.  Intermittent road closures in other areas of D. C. should also be expected through Wednesday. Mount Vernon Square Metro Station will be closed from midnight tonight until Wednesday A. M. 
A map of street closings and parking restrictions can be found at http://bit.ly/cowMid
A full list can be found at http://bit.ly/bQrXwc
Quelle: alert.ema.dc.gov
  Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Sonntag, 20.09.39 Uhr, 11. Apr 2010 | Permalink
  Virginia feiert Aufstand

Den Grund für den Bürgerkrieg in den USA unterschlug der neue Gouverneur von Virginia, als er den Geschichtsmonats des Aufstands als Confederate History Month ausrief. Den Kriegsanlass bot die Sklavereipolitik der Südstaaten.

An den Anlass möchte niemand auf feierliche Art erinnert werden. Wenn man versuchen würde, die deutschen Wehrmachtssoldaten des zweiten Weltkriegs von Hitlers Unterdrückungs- und Vernichtungspolitik, der SA, Gestapo und SS zu differenzieren und die bewusste Vernichtung von Millionen unterschlagen würde, geht das aus gutem Grund nicht.

Dieselben Gedanken schlagen auf den Gouverneur zurück. Dem Hakenkreuz der Nazis steht in Virginia die Confederate Flag mit den gekreuzten Sternen gegenüber. Man kann sie nicht feiern.

Selbst wenn man auf einzelne gute Personen verweisen kann, die auf der bösen Seite selbst Opfer wurden, kann auch eine nur geschichtliche Betrachtung den völlig falschen Eindruck hervorrufen, nämlich den ihrer Glorifizierung.

Das ist dem Gouverneur trefflich gelungen. Heute erwähnte er entschuldigend den historischen Anlass, die Sklavenkultur seines Staates.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Mittwoch, 18.03.48 Uhr, 7. Apr 2010 | Permalink
  Gratis: 100.000 Stunden; Belohnung: Obama-Rede

George Washington University wird mit einer Rede von Frau Obama belohnt. Die Universität leistete 100.000 Freiwilligenarbeit und erfüllte damit eine Bedingung der First Lady, die sich bereit erklärt hatte, vor den Absolventen im Mai die Festrede zu halten.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Montag, 16.26.11 Uhr, 5. Apr 2010 | Permalink
  Feuerwerk in Osternacht

Im Fernsehen donnert Moses auf dreistündigem Weg von Ägypten ins Heilige Land, während Christen in Washington sich am Osterfeuer erwärmen. Dann hallt ein Donner durch die Hauptstadt. Eine halbe Stunde lang währt das Feuerwerk vom Kirschblütenfest und erschüttert Streets, Avenues und Boulevards, kreuz, quer und diagonal im Stadtbild von L'Enfant.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Samstag, 20.15.07 Uhr, 3. Apr 2010 | Permalink
  52 Grad vor Ostern

Mit 52 Grad beginnt der Tag, an dem Apple das iPad in die Läden stellt. Kalt, sagt der Nachbar. Kalt wohl, weil die letzten Tage so angenehm waren. Später soll es bis 85 Grad warm werden.

Überhitzt werden die Tagesthemen erörtert, von Afghanistan über Rom bis zum südöstlichen Stadtbezirk in Washington, wo der Frieden einer Enklave mit einem Vierfachmord zerschossen wurde.

Österliche Einsichten und Glauben werden die Zwietracht nicht entschärfen. Die deutschsprachigen kirchlichen Gemeinden in Washington stellen sich jedoch der Herausforderung mit ihren Ostergottesdiensten und dem Dienst an Vernachlässigten vor Ort und in der Ferne.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Samstag, 08.50.14 Uhr, 3. Apr 2010 | Permalink
  Kinder mit Schießeisen

Warm wird der Frühling. Die Zeit der Raube bricht an, warnt der Polizist vom Fahrrad. Achtet auf die 12- bis 15-Jährigen, sagt er. Sie haben nichts zu verlieren. Sie verstecken ihre Pistolen und zücken sie schnell und ohne Verständnis der Folgen. Meldet streunende Gruppen dem Notruf 911. Dafür fahren wir durch die Nachbarschaften. Oft erwischen wir sie mit Geraubtem, ergänzt er, und der Hinweis der Anwohner gibt den Ausschlag bei der Eindämmung der Kriminalität.

Vier Jugendliche wurden vorgestern im Vorbeifahren erschossen, viele sind verwundet. Washington ist weniger gefährlich als noch vor wenigen Jahren. Aber man muss mit allem rechnen.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Donnerstag, 16.40.47 Uhr, 1. Apr 2010 | Permalink
  Wunder auf der Autobahn

Dreizehn Pistolenschüsse kamen aus dem Jaguar, doch niemand wurde auf der I-95-Autobahn in Virginia verletzt.

Sein Fahrer regte sich über einen Laster auf, der aus der Auffahrt auf die Autobahn kam und den Jaguar zweimal rammte. Beide Fahrer wurden wegen Mordversuchs festgenommen. Die Staatsanwaltschaft verfolgt den Jaguarfahrer auch wegen eines Raketenangriffs.

Das Missile-Verbot in Virginia erfasst auch das Schleudern von Kaffeebechern, wie eine zu zwei Jahren Haft verurteilte Mutter vor einigen Jahr spürte.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Donnerstag, 10.27.41 Uhr, 25. Maerz 2010 | Permalink
  Historisch, dramatisch, ohne Weltuntergang

Die allgemeine Krankenversicherungspflicht liegt als dicker Band im Kongress. Gestern nacht entschied sich das Repräsentantenhaus dafür und ignorierte die Unkenrufe. Todesausschüsse hatte Sarah Palin aus Alaska angekündigt. Andere Republikaner sahen Strafen Gottes und fast den Weltuntergang in der Zukunft der Nation. Die Nation würde zerbrechen. Obama schwöre eine Diktatur herbei.

Heute morgen sah die Welt noch heil aus. Schwarze Wolken über der Hauptstadt brachten ein Gewitter, keinen Weltuntergang. Death Panels wurden nicht eingerichtet.

Doch die donnernden Drohungen hören nicht auf. Abgeordnete und Gouverneure schwören, die Krankenversicherungspflicht als verfassungswidrig an den Pranger zu schlagen. Demokratische Einsicht und Eintracht sind nicht zu verspüren.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Montag, 19.44.00 Uhr, 22. Maerz 2010 | Permalink
  Abschied der Gesetzgeber

Soeben verabschiedeten die Abgeordneten in Virginia den Haushalt, und dann verabschieden sie sich selbst bis zum Januar 2011. Die kurze Legislaturperdiode ist typisch für die Einzelstaaten der USA.

Manche Staaten benutzen das Einkammersystem. Andere, wie beispielsweise Virginia und Maryland, haben einen Senat und ein Abgeordnetenhaus. Ihre Amtsperioden werden jeweils einzelstaatlich festgelegt. Was in Virginia gilt, bedeutet nichts in Maryland.

Die Hauptstadt Washington im District of Columbia hat nur eine Kammer, das City Council. Sie ist kein Staat, obwohl sie mehr Einwohner als der Staat Wyoming hat, und besitzt deshalb auch kein Wahlrecht für den Kongress des US-Bundes, der jedoch ihre Gesetze blockieren darf. Das City Council tagt durchgehend.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Sonntag, 17.21.11 Uhr, 14. Maerz 2010 | Permalink
  Sorgen wegen Zensus

In dieser Woche treffen in allen Haushalten Washingtons die Zensusformulare ein. Eine Volks­zählung macht manche genauso besorgt wie die Frage beim Führerscheinerwerb nach dem Arbeitgeber. Was geht das den Staat an?

Die alle zehn Jahre stattfindende Umfrage will viel mehr wissen. Die Daten dürfen allerdings nicht mit anderen Behörden ausgetauscht werden, auch nicht nach dem Terrorabwehrgesetz Patriot Act.

Dennoch machen sich viele Empfänger der Formulare besondere Sorgen, beispielsweise Amerikaner arabischer Herkunft oder islamischer Orientierung, berichtet die Washington Post.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Dienstag, 19.39.39 Uhr, 9. Maerz 2010 | Permalink
  Die Krönung

Ist die Krönung Spott? Washington gewinnt den Wettbewerb der schneebelastetsten Ostküstenstadt im Rahmen der letzten zwei Winterstürme. Leisten kann sie sich den Sieg nicht, und umgehen kann sie damit auch nicht. Seit Freitagnachmittag ist der Bund geschlossen und nahezu alles andere auch. Die Gouverneure der Region sprechen vom Autofahren in einem Atemzug mit Lebensgefahr für Fahrer und Umgebung. Der Haushalt für Eis und Schnee, Salz und Bagger ist ausgeschöpft. Eigentlich hätte man schon vor dem letzten Sturm das Räumen einstellen müssen. Doch es kommt noch ein weiterer Sturm, diesmal aus Alberta, und da sollen die Straßen sauber sein.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Donnerstag, 20.26.02 Uhr, 11. Feb 2010 | Permalink
  Ein Dach nach dem anderen stürzt ein

Ein Dacheinsturz überracht im Raum Washington nicht mehr. Eine Kirche in Northeast, zwei Flugzeughanger im Flughafen Dulles, ein Kuhstall in Poolesville, Maryland und viele mehr teilen das Schicksal.

Die Zahl der umgefallenen Bäume, die Stromleitungen mit sich rissen, erinnert an schlimme Hurrikanerlebnisse. Die Klagen über vereisende Häuser und Wohnungen häufen sich.

Die Stadt wirkt malerisch in ihrem weißen Gewand. Die breiten Avenues und Boulevards sind autofrei. Jeder wird zum Fußgänger. Schneepflüge bügeln ihnen den Schnee. 50 bis 80 cm können sie gar nicht beiseite räumen.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Samstag, 20.08.56 Uhr, 6. Feb 2010 | Permalink
  Angekratzt - jetzt Abtauchen

Alle schimpfen auf Washington. Erst Obama in der State of the Union-Ansprache im Kongress, dann der neue Governeur von Virginia in seiner Replik und schließlich jeder Journalist, der zum Kommentatoren erkoren wurde. Washington ist bös, denn hier machen Politiker und Lobbyisten gemeinsame Sache gegen das Volk.

Nun wird Washington abtauchen. Die Polar Plunge nähert sich eisig. Tiefe Temperaturen gegen heiße Luft.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Donnerstag, 21.11.09 Uhr, 28. Jan 2010 | Permalink
  Am Martin Luther King Day

Heute spürt man den Martin Luther King Day in Washington mehr als früher. Der Feiertag wird in allen Schichten der Bevölkerung immer ernster genommen. Nicht nur Gerichte und Ministerien sind geschlossen, sondern auch die meisten Bürogebäude.

Der Verkehr ist leicht und bewegt sich in den verwirrenden Bahnen, die die Feiertagsbeschilderung vorschreibt. Einbahnstraßen sind plötzlich keine mehr, und mancher denkt nicht daran. Touristen fahren ohnehin nach eigenem Geschmack und achten mehr auf Denkmäler und Bauten.

Die China-Ausstellung der National Geographic Society ist schon früh bis morgen ausverkauft. Schlangen warten im herrlichen Sonnenschein, der die Leute zum ersten Mal seit Anfang Dezember dazu bringt, ihre Fenster weit zu öffnen.

Die besondere Stimmung hebt auch das Gefühl vieler, den Spendensammlungen für Haiti zum Erfolg verholfen zu haben, in kleinen Gemeinden ebenso wie bei Botschaften und Verbänden.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Montag, 13.34.00 Uhr, 18. Jan 2010 | Permalink
  Zwei Millionen versorgen

Hoffnungslosigkeit, Streit, Durst, Hunger - massive Hilfe aus der ganzen Welt. Doch totale Unterversorgung.

So wird heute morgen in den Politikprogrammen Haiti diskutiert. Wie wäre es, wenn das Erdbeben Washington getroffen hätte? Würden hungrige Menschenmassen Hubschraubern Platz zum Landen geben oder sich beschweren, dass Essenspakete auf sie geworfen werden?

Wahrscheinlich wäre die Lage in DC gefährlicher. Die ethnischen Spannungen, die 1968 zu den Unruhen mit halbabgebrannter Stadt führten, könnten schnell wieder aufflammen. Dann ginge es nicht um schwarz und weiß, sondern auch die neuen Gruppen: Mittelamerika ist stark vertreten, das Horn von Afrika bildet eine eigene Macht und die Karibik tritt getrennt auf.

Waffen, die trotz des nahezu absoluten Waffenverbots gehortet werden, würden im Überlebenskampf eingesetzt. Ordnungskräfte können sie schon in normalen Zeiten nicht eindämmen. Ihre Aufgabe wäre im Notstand wohl nicht der Schutz der Bevölkerung, sondern des Pentagon, des Kongresses, der Ministerien und der sonstigen zahlreichen Bundesgebäude.

Ordnung gäbe es genauso wenig wie in Haiti. Zur Selbsthilfe sind die meisten Stadtmenschen kaum fähig. Wer eine lustige Flagge ans Haus hängen kann, beweist handwerkliches Geschick. Solche Leute schaffen es womöglich, mit Töpfen im Regen Wasser zu sammeln. Manche besitzen eine Schneeschaufel.

Ansonsten wären auch hier zwei Millionen dem Schicksal der Versorgung von außen ausgeliefert. Wahrscheinlich wäre die Lage noch unbeherrschbarer und aussichtsloser als in Haiti.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Sonntag, 11.58.51 Uhr, 17. Jan 2010 | Permalink
  Mit Harfe zur Hilfe für Haiti

Pfarrer Schapfel von der deutschsprachigen katholischen Gemeinde in Washington hat zur Haiti-Kollekte etwas Besonderes arrangiert: Die Harfenspielerin Clare O'Reilly wird im Gottesdienst am Sonntag auftreten. Die Gemeinde erhält Gelegenheit zur Spende, auch gegen eine Steuerbescheinigung für den deutshen und amerikanischen Fiskus, für die Opfer in Haiti.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Freitag, 21.23.29 Uhr, 15. Jan 2010 | Permalink
  Zensusarbeit ist wichtig

Stellen beim Zensus gehen wohl nicht weg wie warme Semmeln. Der Bund sucht Helfer, die sein Volk zählen. Er muss sich sogar mit ständiger Radiowerbung bemühen. Leuten nachzulaufen, die ihr Formular nicht eingereicht haben, kann gefährlich sein: Sie könnten einen Grund haben, unbekannt bleiben zu wollen.

Die Zensusarbeit ist jedoch wichtig. In den USA steht kein Einwohnermeldeamt und existiert keine Meldepflicht. Niemand weiß, wieviele Einwohner ein Ort, ein Kreis, ein Staat oder der Bund hat.

Wieviele Krankenhäuser, Kläranlagen und Schulen wären statistisch sinnvoll? Wie werden die Wahlbezirke gezogen? Alle zehn Jahre wird daher wie im alten Rom gezählt.

Auch Washington wüsste gern, wieviel Einwohner in der Hauptstadt wohnen. Die Zahl soll erheblich gestiegen sein. Die Volks­zählung wird ihr nicht bei der Volksvertretung im Kongress helfen, denn der vertritt nur Staaten. Dort wird der District of Columbia ignoriert.

Da wir heute das Volk betrachten, noch zwei Hinweise auf Volkswagen. Zum einen ist Virginia, wie aus amtlichen Sphären bekannt wird, stolz, dass der Konzern seine US-Zentrale in den Nachbarstaat Washingtons verlegte. Zum anderen soll der US-Umsatz steigen, wobei die Volks­zählung wohl auch Volkswagens Vertriebsstrategien nützlich werden kann.

Ach, und ein Drittes: WihDabblJuhs sind in Washington massenhaft vertreten, jedoch ist der Phaeton so rar wie ein Maybach.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Donnerstag, 21.50.58 Uhr, 14. Jan 2010 | Permalink
  Geflügel in Berlin

Wer von Washington zum Strand fährt, kommt durch Berlin oder daran vorbei. Rundherum Geflügelhöfe. Sie werden erheblich reguliert, damit ihr Abwasser nicht die Cheasapeake Bay, die zahlreichen Flüsse oder den Atlantik verpestet.

Dass dort ein paar Hühner und Enten im ländlichen Hof noch etwas ausmachen, verwundert. Doch auch in die Delmarva-Halbinsel ist die Stadtmentalität eingezogen.

Ab jetzt darf man in Berlin nur noch sechs Hennen, keine Hähne oder Enten halten. Die sechs Hennen werden als Haustiere gerade noch toleriert. Wer sich in Europa über eine Regulierungswut erregt, kennt die USA wohl kaum. Hier wird sie auf die Spitze getrieben.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Mittwoch, 16.21.20 Uhr, 13. Jan 2010 | Permalink
  Twitternotizen über Washington

Wie man sich Amerika erfahren muss, muss man sich Washington erwandern. Es gibt hier so viel zu lernen.

Washington hat vier Viertel und unzählige Mikroviertel. Der Wanderweg Riots & Renaissance ist gut ausgewiesen und einen Spaziergang wert.

Washington hat vier Flüsse: Potomac, Anacostia, Rock Creek und Tiber. Ich kenne niemanden, der den Tiber gesehen hat.

Washington hatte vier Häfen. Der kleinste, Little Hamburg, ist heute nahezu unauffindbar, doch ein Stückchen Mole besteht noch: Funktown.

Washington hat vier Flughäfen: College Park, BWI, Dulles, National. Und Oxon Hill, Gaithersburg, Andrews, Freeway, Goddard Space :-)
Twitter vom 10. Januar 2010.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Sonntag, 23.06.11 Uhr, 10. Jan 2010 | Permalink
  Sportler als Vorbild

Der Basketballspieler Arenas erregt den Zorn der Stadt. Wie ein Gangster schleppt er Waffen mit sich herum und deponiert sie im Stadium.

Angeblich, weil er ein Kind zuhause schützen will. Später macht er sich über die Waffengesetze der Hauptstadt lustig, die aus gutem Grund scharf wie sonst nirgends waren, bis der Supreme Court eine Lockerung vorgeschrieben hat.

Jetzt wurde Arenas vom Dienst suspendiert. Sein Willkommen scheint er auch bei Sportbegeisterten in Washington überstrapaziert zu haben. Vor allem, seit sie wissen, dass die Waffen in der Umkleidekabine beim Streit mit einem Sportskollegen um Spielschulden eingesetzt wurden.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Samstag, 22.59.40 Uhr, 9. Jan 2010 | Permalink
  Verkehrschaos ohne Whitehurst Freeway

Whitehurst Freeway
Bürgermeister Fenty, der gern auf Kosten der Steuerzahler Fahrrad fährt, hatte sich für die Schließung des Whitehurst Freeway ausgesprochen. Was ohne den Freeway zwischen Potomac und Georgetown geschieht, hat man heute erlebt.

Das Chaos reichte von Georgetown in den Stadtkern Washingtons, nach Virginia und Maryland hinein. Auch 10 Meilen entfernt war es in allen Richtungen zu spüren.

Der Grund war zwar nur ein kleines elektrisches Feuer in der Brücke unter der nahegelegenenen Pennsylvanie Avenue, doch wurden der Freeway und der Rock Creek Parkway gesperrt. Connecticut Avenue, Massachusetts Avenue, die Foxhall Road und die Reservoir Road bei der deutschen Botschaft war sofort betroffen.

Der Grund hätte auch ein Terroranschlag sein können. Die psychische Belastung würde dann zur Verkehrskatastrophe führen. Der Abbruch des Whitehurst Freeway sollte so undenkbar bleiben wie der des World Trade Centers.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Donnerstag, 17.05.33 Uhr, 7. Jan 2010 | Permalink
  Eis ignoriert, Polizei greift ein

Unweit der deutschen Botschaft in Washington sinken die Temperaturen im Tal des Potomacs auf nahezu null Grad Fahrenheit. Das ist kalt, wirklich kalt, auch wenn die Sonne herrlich scheint.

Dort unten auf der Canal Road überschwemmt Wasser die Straße, wenn es nur leicht regnet. Heute ist sie an mehreren Stellen hinter Kurven so vereist, dass sie die Gefahrenstelle der Region ausmacht.

Laufend berichten die Radiosender von der Gefahr, und die Polizei will sich auf den Weg machen, um die Strecke zwischen der Reservoir Road und der nach Virginia führenden Chain Bridge zu sperren.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Samstag, 10.41.22 Uhr, 2. Jan 2010 | Permalink
  Washington in 2010

Dem Bild Washingtons am Neujahrsmorgen lassen sich keine Prognosen für 2010 entnehmen. Der Verkehr ist ungewöhnlich leicht - dabei wird es kaum bleiben. Die Hauptstadt wird einen der Spitzenplätze auf der amerikanischen Skala der Verkehrsmiseren behalten.

Dass Neujahr trocken beginnt, besagt ebenso wenig wie das Versteckspiel der Sonne oder die Schneeberge, die weiterhin ungeräumt Straßen und Bürgersteige säumen.   Quelle: Washington :: Hauptstadt USA

:: Freitag, 10.37.49 Uhr, 1. Jan 2010 | Permalink

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